| Orgel, jetzt auch mit scharfer Sauce | ||
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Dem hat Orgelbauer Markus Harder-Völkmann nun abgeholfen. Er hat die Orgel "aufgestockt", indem er sie um mehrere seltene Pfeifenregister sowie um ein eingebautes Klavier und Akkordeon bereicherte. Marimba und Glocken werden folgen. Mit diesen Veränderungen wurde eine klangliche Farbpalette erschaffen, die in dieser Bandbreite ein absolutes Novum darstellt. "Ich sage immer: Früher hatten wir einen Volksempfänger, jetzt haben wir Dolby Surround", lacht Stock. | ||
| "Die Orgel war von Anfang an einzigartig in ihrer Art - auch durch ihre technischen Finessen. Den Klang haben wir noch mal gesteigert. Nun ist er einfach satter, aber auch schärfer und differenzierter. Ich kann guten Gewissens behaupten, dass der Klang der Orgel nun einer echten Domorgel in nichts nachsteht. Dazu kommt, dass es mit der Erweiterung des Instruments mühelos möglich ist, ein komplettes Orchester zu imitieren. Für eine Orgel, die in der Eingangshalle eines Büros steht, eine gewaltige Leistung." Doch der neue Kathedralen- und Orchesterklang ist nur ein Aspekt der Erweiterung. "Die Orgel war vor dem Umbau klanglich noch sehr dem Orgelkontext verhaftet", erklärt Harder-Völkmann. " | |
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Jetzt geht das problemlos."Stock ergänzt: "Wir haben mit der Orgelerweiterung unsere Idee von der Verbindung Orgel und Kunst konsequent weitergesponnen. Es wird Zeit, "das Baby" abzugeben an Künstler, die etwas aus den neu geschaffenen Möglichkeiten machen. Deren Wünschen und Vorstellungen nachzukommen, wird sicher nicht immer leicht sein. Aber wir sind offen und bereit, uns auf neue Anforderungen einzulassen." | ||
Orgel, die Alte | ||
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Doch der große Durchbruch für den Beginn seiner Leidenschaft kam, als er die Orgelphantasie "Großer Gott, wir loben dich", hörte. "Dieser mächtige Klang ging mir total unter die Haut. Das war das Schönste, was ich als elfjähriger Bub gehört habe." Seit dieser Zeit war die Orgel für Stock immer ein magisches Instrument. Es sollte allerdings noch eine Weile dauern, bis sich seine Liebe zu einem ungewöhnlichen Hobby formte. "Nach meiner Zeit als Chorknabe hatte ich ziemlich lange die Nase voll von klassischer Musik. Da ist auch meine Liebe zur Orgel etwas untergegangen. | ![]() | |
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Von dieser Zeit an besuchte Christian Stock regelmäßig Orgelkonzerte, wo er vor neun Jahren den Organisten Stephan Moser, den Begründer des "Orgelpunkt" kennen lernte. Eine Bekanntschaft mit Folgen: Denn von Moser lernte Stock, dass "die Königin der Instrumente" nicht nur in den ehrfurchtgebietenden Rahmen der Kirche passt. | |
Mosers Kombinationen der Orgel mit Instrumenten wie Saxophon und Dudelsack und sein ungewöhnliches musikalisches Programm begeisterten Stock so sehr, dass er 2004 den Neubau des kühnen Konzertspieltisches in der Münchner St. Lukas Kirche finanziell unterstützte. Dort lernte er den Orgelbauer Markus Harder-Völkmann und den Physiker Jürgen Scriba kennen, die für den Bau und die Elektronik des Spieltisches verantwortlich waren. "Mit den beiden habe ich mich dann immer wieder unterhalten und bei den Gesprächen setzte sich in meinem Kopf ziemlich bald der Gedanke fest, mir den Traum einer eigenen Orgel zu erfüllen. | ![]() | |
| Anfangs sollte
es eigentlich eine Kinoorgel sein, doch dann machte Markus Anfang 2005 eine Orgel
in einer Kirche in Duisburg ausfindig, die abgerissen werden sollte. Harder-Völkmann
und ich haben sie uns gemeinsam angeschaut, im Juni 2005 dann abgebaut und mit
dem LKW in die Werkstatt des Orgelbauers überführt." Christian Stock lacht: "Und seitdem wird an der Orgel herumgebastelt was das Zeug hält. Denn eines kann ich schon verraten: Wir haben mit dieser Orgel noch viel vor." Geplant sind regelmäßige Konzerte, aber auch die Verbindung von Musik und Film, wie zum Beispiel zur Begleitung von Stummfilmen wie "Nosferatu". Orgelfreunde und solche, die es werden wollen, dürfen in jedem Fall gespannt sein. | ||