| Markus Harder-Völkmann: Orgelbauer mit Leib und Seele | ||
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Bei diesem Projekt lernte er Christian Stock kennen. "Das war schon eine komische Geschichte", lacht er. "Da kommt dieser Typ auf mich zu und sagt‚ "So was wie die St. Lukas Orgel will ich auch haben'. Es dauerte ein bisschen, bis ich merkte, dass er es ernst meinte." Anfangs war Harder-Völkmann sehr skeptisch, ob sich so ein Projekt verwirklichen lassen würde. | |
Stock wollte eine konzertfähige Orgel haben und seine Idee war, die Konzerte von St. Lukas aufzuzeichnen, so dass diese auf seiner Orgel mittels Datenträger gespielt werden können. Ein Spieltisch war von Stock anfangs gar nicht geplant. Dazu hat der Orgelbauer ihn erst überredet, da so einfach mehr Möglichkeiten der Nutzung zur Verfügung stehen. Ziel im Bürogebäude in der Industriestraße war es, eine Orgel zu konstruieren, auf der sowohl Kirchenmusik, als auch für die Orgel bearbeitete große Orchesterwerke, moderne Orgelliteratur und Unterhaltungsmusik gespielt werden können. | ![]() | |
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Dann wurden nach und nach Veränderungen vorgenommen. So wurden unter Anderem weitere Pfeifenreihen angelegt, deren einzelne Pfeifen in verschiedenen Registern mehrfach Verwendung finden. Dadurch entstand eine ausreichende Klangmasse bis in die tiefsten Bässe und die brillantesten Höhen. "Nur so zum Vergleich: Die jetzige Orgel hat etwa die dreifache Klangstärke der ursprünglichen Orgel, und sie verfügt über weitaus mehr Klangfarben." | |
Erreicht hat Harder-Völkmann das im Rückgriff auf alte Bauprinzipien, die im angelsächsischen Sprachraum in den 20er Jahren für die filmbegleitende Kinoorgel eingesetzt wurden. "Wir haben gewissermaßen ein Kirchenorgelsystem mit einem Kinoorgelsystem kombiniert. Das ist auch das Innovative an unserer Arbeit, denn so eine Kombination gibt es bis jetzt noch nicht. Aber so haben wir neue Klangmöglichkeiten geschaffen, welche diese Orgel erst zu einem konzertfähigen Werk machen." Und verbunden mit der ungewöhnlichen räumlichen Aufteilung der Orgel entstand ein gelungenes musikalisch-architektonisches Gesamtkonzept, das Augen und Ohren gleichermaßen erfreut. | ![]() | |